Sehenswertes

Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Um das Jahr 1410 wurde mit dem Bau einer Kapelle zu Ehren Unserer Lieben Frau begonnen. 1507 wurde die erste Kapelle abgetragen und an ihrer Stelle eine neue Kirche gebaut. Das gotische Chörlein und das Langhaus kamen unter ein gemeinsames Dach. Das Längschiff hatte eine trapezförmige Holzdecke aus grünbemalten Zirbenholz. 1784 wurde dieses durch ein nüchternes Gipslattengewölbe ersetzt.

Die Rippen des doppelten Sterngewölbes im Presbyterium, die Säulenschäfte und die innere Einfassung des Chorbogens, ferner die Außenkanten der Chormauern und Chorfenster sind aus Kellenstein gearbeitet. Dieser kommt im Bereich Kellenegg/Grüner Wald vor und konnte im Naturzustand mit Axt und Säge bearbeitet werden. Er trocknet dann an der Luft zu hartem Stein aus. Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist in Vorarlberg das einzige kirchliche Bauwerk, bei dem Kellenstein verwendet wurde. In Reims in Frankreich kommt eine ähnliche Gesteinsart vor.

Der Kirchturm hatte bis 1902 ein stumpfes Satteldach. Nach Abbruch dieses wurde der Turm um sechs Meter erhöht und mit einem Spitzhelm versehen.

Nach Plänen der Architikten Leopold Kaufmann und Bernd Häckel wurde zwischen 1961 und 1964 ein Um- und Zubau vorgenommen. An der Westseite brach man zunächst etwa fünf Meter Mauerwerk des alten Kirchenschiffes ab und baute ein Querschiff aus Holz an. Darunter stellte man an zentraler Stelle den Hochaltar auf. Die Kirchenbänke ordnete man in Kreuzesform zum Altar hin an. Die Sakristei befindet sich im westlichen Anbau, darüber die Empore mit der Orgel. Die Decke im alten Schiff wurde in der ursprünglichen Form wieder hergestellt, jedoch aus Fichtentäfer.

Fresken

Die Fresken an beiden Wänden des alten Schiffes stammen aus der Zeit um 1500. Anläßlich einer Ausmalung im Jahre 1942 wurden sie unter vierfachem Verputz entdeckt, freigelegt und restauriert. Sie weisen in ihrer Art auf Schweizer Meister hin und gelten in unserem Land als einzigartig. Sie sind wohl ein Geschenk der Grafen von Brandis.

Bilder auf der Südseite (Frauenseite)
Links drei Nothelfer (Margaretha, Barbara, Katharina), darunter Mutter Anna mit Maria, zwei Stifter und das Brandis-Wappen, in der Mitte drei Heilige (Nothelfer), darunter die unbefleckte Empfangene (Immaculata), rechts Christus in der Vorhölle, darunter vier Nothelfer.

Bilder auf der Nordseite (Männerseite)
Links oben verblaßte Darstellung, unten Auferstandener mit hl. Maria Magdalena, rechts Verkündung, unten vier Heilige (Nothelfer).

Kircheneinrichtung
Die Kirchenbänke mit den geschnitzten Docken stammen aus dem Jahre 1735. Die ehemalige Kanzel auf der Männerseite wurde im Jahr 1781 angebracht. Bis 1961 befanden sich in der Kirche drei Altäre, die 1870 aufgestellt worden waren. Im Jahr 1800 erhielt die Pfarrkirche eine Orgel, gebaut von Johann Michael Gaßner. Orgelbauer Behmann aus Schwarzach erstellte 1889 die heutige Orgel mit sieben Registern. Diese wurde 1962 von Edmund Hohn aus Dornbirn umgebaut.

Herz-Jesu-Kapelle

Sie wurde im Kriesjahr 1914 im Rohbau von Männern, die in albanischer Kriegsgefangenschaft den Bau gelobt hatten bzw. deren Angehörigen, erstellt und nach dem Krieg vollendet. Die Meßlizenz erlangte sie 1931.

Kapelle hl. Anna (Lourdeskapelle)

Sie wurde 1709 zu Ehren der hl. Anna erbaut. 1889 errichtete man im Chor eine Lourdesgrotte. Dort hinein stellte man eine Stature der Lourdes-Madonna und eine solche der Bernadette. Beide stattmen aus der Werkstatt Ferdinand Demetz in St. Ulrich (Grödental). 1994/95 wurde die Kapelle renoviert.

Naturdenkmal Kesselfall

Der Kesselfall, ein Naturdenkmal in Brand, ist ein Ausflugsziel mit eindrucksvollem Blick auf den Wasserfall. Der Kesselfall liegt an einer wild-romantischen Felsenschlucht. Die Alvier stürzt sich in diesem Bereich ca. 30 m tosend und schäumend durch eine tiefe Klamm. Der Weg führt von Brand auf dem Schattenlagantweg zum Kesselfall. Der Wasserfall ist besonders für Familien ein beliebtes Ausflugsziel. Über eine Brücke/Steg führt der Weg auf die andere Seite der Alvier. Von dort aus gelangt man über den Weißtannenmaisäß auf der Schattenlagantstraße nach Brand.

Glingabrunnen

Der Glingabrunnen zählt zu einer der eindrucksvollsten Natursehenswürdigkeiten in Vorarlberg. Er besteht aus unzähligen Quellen, die über unterirdische Zuflüsse direkt vom Brandner Gletscher gespeist werden und das Wasser beim Glingabrunne aus der Erde sprudeln lassen. Das Wasser stürzt in schönen Kaskaden zu Tal und vereinigt sich mit dem Palüdbach. Das Naturschauspiel ist allerdings nur zur Zeit der Gletscherschmelze zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober zu beobachten.

Vom Parkplatz bei der Palüdbahn gelangen Sie entlang des Palüdbaches auf dem Glingaweg zum Glingabrunnen.

Walserensemble

Lange Zeit verfügte Brand über keinen ausgesprochenen Orts- bzw. Dorfkern. Zwei, drei teils öffentlich genutzte Häuser neben der Kirche bildeten ein bescheidenes funktionales und räumliches Zentrum. Mit dem Walserensemble bestehend aus dem alten Schulhaus, Walserhus, Pfarrhof und Kirche wurde die alte/neue Dorfmitte wieder spür- und erlebbar gemacht und dient künftig als Platz der Begegnung. Geprägt von Tradition und Moderne ist der Kirchplatz mit dem historischen Ensemble das Herzstück des kulturellen Zentrums in Brand. Sowohl das Alte Schulhaus als auch Kirche und Pfarrhof stehen unter Denkmalschutz. Das „Walserhus“ ist nicht denkmalgeschützt, scheint jedoch ebenfalls im Verzeichnis des Denkmalschutzamtes auf.

Im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen (Ausstellungen, Vernissagen, Seminaren, udgl.) sind sowohl Walserhus als auch Altes Schulhaus für die Öffentlichkeit zugänglich.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Gemeinde Brand, Mühledörfle 40, 6708 Brand, Österreich, T +43 (0)5559 308, E-Mail an Gemeinde, Impressum, Datenschutz, Home

 

Gemeinde Brand
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